Am 19.05.2026 hat im Gymnasium Broich eine Infoveranstaltung der Stadt zum Neubauprojekt in der Parkstadt Mülheim stattgefunden. In der WAZ online gibt es dazu einen Bericht, der sich leider hinter der Bezahlschranke befindet. Deshalb unterhalb des nachfolgenden Links eine kurze Zusammenfassung.

In Mülheim ist ein neuer Beteiligungsprozess zur umstrittenen „Parkstadt“ auf dem ehemaligen Tengelmann-Areal gestartet. Bei einem Infoabend (rund 100 Teilnehmer) stellten Verwaltung und ein externes Moderationsbüro den Stand nach Jahren der Planung vor und sammelten Fragen/Kritik aus der Nachbarschaft – die Fronten blieben aber spürbar verhärtet.
Zentraler Streitpunkt ist der Verkehr: Laut Gutachten würden bei Vollentwicklung fast 6000 zusätzliche Autofahrten pro Tag entstehen; ohne Maßnahmen gäbe es an mehreren Knotenpunkten Probleme. Als Hauptentlastung wird eine neue Verkehrsspange zur Duisburger Straße genannt, dazu Optimierungen (u. a. Ampelschaltungen), Parkkonzepte wie Quartiersparkhäuser sowie Ideen wie eine Parkplatz-„App“ oder Bewohnerparkzonen. Viele Anwohner bezweifeln dennoch die Tragfähigkeit der Annahmen und fürchten jahrelange Zusatzbelastungen durch Baustellen- und Parkdruck.
Auch der Wohnraumbedarf wird kontrovers diskutiert: Während die Verwaltung trotz alternativ gerechneter Bevölkerungsentwicklung weiterhin Bedarf (u. a. bezahlbar für Singles und Familien) sieht, verweisen Kritiker auf bestehende Baugenehmigungen und Potenziale wie Büro-zu-Wohnen-Umnutzung. Forderungen nach konsequent „autofreier“ Planung wurden von der Stadt als unrealistisch zurückgewiesen, stattdessen setzt man auf bessere Rad-/ÖPNV-Anbindung.
Fazit des Artikels: Der Neustart der Beteiligung hat noch keinen Kompromiss gebracht – am Ende muss die Kommunalpolitik die Interessen abwägen und entscheiden.
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