
Da der Beitrag wie immer hinter der Bezahlschranke liegt, hier eine Zusammenfassung
Politik will Leitplanken für die Parkstadt setzen
Nach Jahren ohne klare politische Vorgaben für das ehemalige Tengelmann-Areal drängt die Politik nach der Bürgerbeteiligung nun auf eine Entscheidung. Am Dienstag, 3. November, um 16 Uhr findet im Ratssaal eine Sondersitzung von Bauausschuss und Bezirksvertretung 3 statt, etwa einen Monat vor dem regulären Termin. Die Ratskoalition aus CDU und SPD will vorher einen gemeinsamen Antrag vorlegen. SPD-Fraktionschef Filip Fischer kündigte an, konkret zu werden: bei der maximalen Wohnungszahl, bei Höhe und Bauabfolge für den Investor Soravia, bei den Quoten für öffentlich geförderten Wohnraum sowie beim Technikum, dem See und beim Verkehr. Die CDU-Fraktionschefin Christina Küsters ist derzeit noch im Urlaub.
Verwaltung rückt von Hochhäusern ab
Die Stadtverwaltung hält Hochhäuser mit mehr als acht Geschossen für politisch nicht mehrheitsfähig und schlägt stattdessen eine Staffelung von vier bis acht Geschossen vor. Zusätzliches Wohnbauland an der Nahtstelle von Speldorf und Broich hält sie trotz ausreichender Baurechte für sinnvoll, weil es sich dort schnell realisieren ließe. Nach der Kritik aus dem Parkstadt-Netzwerk will die Verwaltung Soravia nicht mehr auf einen Schlag Baurecht für das gesamte Areal geben. Einzelne Teile sollen zunächst als Grün- oder nicht bebaubare Flächen festgesetzt werden und könnten später über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu Bauland werden. So behält die Stadt die Kontrolle über künftige Entwicklungen.
Das Technikum als Streitpunkt
Das Jokerfeld in der Mitte des Areals, auf dem ursprünglich vier Hochhäuser als Landmarke stehen sollten, ist das Gelände des alten Tengelmann-Technikums. Dieses ist mittlerweile an einen stark wachsenden Drohnenhersteller vermietet. Die Stadtplaner sehen es als Störfaktor für eine ansprechende Quartiersmitte und möchten einen Ersatzstandort für das Unternehmen finden. Bliebe das Gebäude stehen, ließe sich der geplante See nicht realisieren, und auch die Frei- und Grünflächen im Zentrum würden stark eingeschränkt.
Quoten für geförderten Wohnraum
Externe Gutachter halten in der Markt- und Standortanalyse eine Quote von 25 bis 30 Prozent für verträglich. Da die Umsetzung umliegender Vorhaben derzeit unsicher ist, könnten auch höhere Quoten sinnvoll sein. Die Verwaltung betont, dass die geförderten Wohnungen über das gesamte Projektgebiet verteilt werden müssen. Auch das Land als Fördergeber lehnt Konzentrationen auf Teilflächen ab. Deshalb soll es Obergrenzen von bis zu 60 Prozent pro Gebäude geben.
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