Wir wissen alle, dass in Mülheim an der Ruhr für fast alle Mietergruppen bezahlbarer Wohnraum fehlt. Um Abhilfe zu schaffen gilt es, alle möglichen Potenziale zu heben. Hierzu zählt insbesondere
- die Umnutzung nicht mehr benötigter Gewerbestandorte, insbesondere Büroflächen, zu unterstützen
- die Reaktivierung baulich vorgeprägter Brachflächen und
- das Schaffung des notwendigen Baurecht für verträgliche Nachverdichtungen bestehender Quartiere über Bebauungspläne.
Leider wird das städtische Baulückenkataster seit einiger Zeit nicht mehr fortgeführt. Auch ein lokales „Handlungskonzept Gewerbe“ liegt nicht vor. In Düsseldorf lag die Büro-Leerstandsquote im 3. Quartal 2025 bereits bei 10,9%, Tendenz steigend. [Quelle: Pfandbriefbank]
Wieviel Potenzial bieten diese Flächen dann erst recht in unserer Stadt?
Die Speldorfer und Broicher Bürger gewinnen zurzeit den Eindruck, dass der langjährige Wohnraumbedarf im Wesentlichen an wenigen zentrierten Stellen links der Ruhr „gesichert“ werden soll. Damit wäre die Aufgabe einer rein auf Neubau fokussierten Stadtverwaltung in wenigen Federstrichen für viele Jahre erledigt.
Das Netzwerk „Parkstadt Mülheim – aber richtig!“ möchte dagegenhalten und aufzeigen, wieviel Potenziale bereits der gesamtstädtische Bestand augenscheinlich bietet. Gerne mitmachen und mit dem Plussymbol weitere mögliche Potenzialflächen in dieser interaktiven Karte verorten und beschreiben.
Im Ergebnis möchten wir damit anregen, dass die städtischen Entscheider die Bestandspotenziale einschließlich noch nicht umgesetzter Baugenehmigungen in mittel- und langfristigen Bedarfserhebungen für Wohnen und Gewerbe berücksichtigen. Wir gehen davon aus, dass sich darüber die angeblichen Neubau-Zusatzbedarfe erheblich reduzieren lassen.